Praktikum in Casa Andaluza

Praktikum in Casa Andaluza

40108072_940272919497376_3671023749793950002_n(1)Am 02.09.18 hat alles angefangen: Allein startete ich vom Münchner Flughafen nach Jerez, um dann meine temporäre Heimat Conil zu erreichen. Ich wusste, dass in 2 Wochen mein Praktikum anfängt, somit belegte ich zur Vorbereitung noch einen 2-wöchigen Sprachkurs an der Akademia Atlantika. Man muss wissen, dass in Conil der andalusische Dialekt sehr ausgeprägt ist und die Conileños die Hälfte der Wörter bzw. Buchstaben verschlucken. Doch, wenn sie merken, dass man kein Muttersprachler ist, strengen Sie sich (meistens) an, verständlicher und langsamer zu sprechen, no te preocupes (;  Während der Sprachschule habe ich dann das erste Mal im Büro von Casa Andaluza vorbeigeschaut, um Karin und Jan persönlich kennenzulernen. Beide machten sofort einen sehr sympathischen Eindruck, Karin „kannte“ ich ja schon von unserem Bewerbungsgespräch über Skype.

Am 17.09.18 um 9 Uhr war es dann soweit, mein erster Arbeitstag stand vor der Tür. Überpünktlich um 5 vor 9 (typisch deutsch) stand ich vor dem Büro. Jedoch war noch niemand da, da in Spanien natürlich nicht um Punkt 9 Uhr die Arbeit beginnt (; Somit starteten wir ganz entspannt um 9.10Uhr mit der Arbeit. Natürlich war Hochbetrieb in Casa Andaluza, da noch Hochsaison herrschte. Trotzdem nahmen sich Karin, Jan und eine frühere Aushilfe bzw.  eine Freundin von Karin Zeit für mich, um mir alles zu erklären. Meine Arbeitszeiten gingen von 9.00 – 15.00/15.30 Uhr (Mo-Fr). Da das Unternehmen nur aus einem Mitarbeiter (Jan), der Chefin (Karin) und einer Praktikantin (mir) besteht, habe ich viele verschiedene Aufgaben und auch Verantwortung zugeteilt bekommen.

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Ich war hauptsächlich für die Ankunftsmails, App-Einladungen und Reviewanfragen verantwortlich. Außerdem mussten monatlich Rechnungen für die Eigentümer erstellt werden und pro Quartal Einkommenssteuererklärungen angefertigt werden. Ich durfte auch sofort ans Telefon gehen, obwohl mein Spanisch noch lange nicht ausreichend genug war. Falls ich nicht alles oder gar nichts verstanden habe, half mir Jan oder Karin, oder ich habe den Anrufer weitergeleitet, no pasa na‘ (;

Weitere Aufgaben waren die Aktualisierung des Schaufensters (Last-Minute Angebote erstellen, Weihnachtsdekoration,..), die Pflege der Social Media (Instagram, Facebook) und auch das Mailing (Weihnachtsmail, Saisonmail gestalten und an die Kunden/Eigentümer schicken). Außerdem musste ich ab und zu Gasöfen zu den Ferienhäusern bringen oder sie vorher abholen und auch unserem Fotografen Tim bei den Vorbereitungen helfen, wodurch ich das spanische Autofahren (Ich bekam sogar ein Auto gestellt, das ich auch privat nutzen durfte), die Gegend und die Apartments besser kennenlernte.

Im Dezember habe ich dann mein eigenes Projekt bekommen: Hostfully. Die vorherige App wurde nun durch virtuelle Gästebücher für Kunden ersetzt, die ich erstellen und individualisieren musste. Zusätzlich mussten für die jeweiligen Themengebiete (Bedienung des Fernsehens, Heizung, Umgang mit Gasflaschen,..) neue Fotos  bzw. auch Videos erstellt werden, wodurch natürlich auch Kreativität gefragt war. Da wir 154 verschiedene Häuser anbieten, wird das vermutlich noch eine Weile dauern bis alle Häuser komplett angelegt sind.

Im Januar durfte ich dann auch das Themengebiet von Jan übernehmen, da dieser im Urlaub war. Somit kümmerten sich Sofía (die Tochter von Karin, die auch schon öfter in Casa Andaluza gearbeitet hat) und ich um Anfragen, Buchungen und beantworteten die Fragen der Kunden. Natürlich waren wir nie alleine, wenn wir Fragen hatten, war Karin immer zur Stelle.

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Aufgrund der Unternehmensgröße war die Atmosphäre immer sehr locker und alles lief auf einer sehr personalen Ebene ab. Auch außerhalb des Büros haben wir ab und zu etwas zusammen unternommen. Beispielsweise waren wir im Curro Jimenez, da wir vergeblich auf die Sonne warteten, um ein gutes Bild für unser Weihnachtsmailing zu machen (; Wir haben das Essen in der Hotelschule Atalaya getestet und hatten eine lustige Weihnachtsfeier im Vascook mit anschließendem Barbesuch im Café Central. Außerdem ging ich die letzten 2 Wochen sogar ins Zumba mit meiner Chefin, ihrer Freundin und ihrer Tochter. Ein lockereres Verhältnis kann man sich kaum vorstellen, oder? (; Als Abschiedsgeschenk bekam ich von Karin einen Gutschein für das Spa in Benalup, den ich mit Sofía einlöste. Que amable es mi jefa, ehh (;

31.01.2019: Insgesamt kann ich sagen, dass mein Aufenthalt in Conil einer der besten Erfahrungen meines Lebens war. Ich habe in Casa Andaluza sehr viel gelernt, das mir auch nach meinem Tourismusmanagement Studium sicher noch viel bringen wird. Neben meinen verbesserten Sprachkenntnissen, bekam ich auch endlich mal einen richtigen Einblick ins Arbeitsleben und habe den Umgang mit schwierigen Situationen (z.B. Probleme der Kunden, Stresssituationen) und Kunden erfahren. Doch nicht nur beruflich hat mir Conil  geholfen. Ich habe so viele unglaubliche Menschen kennengelernt, die mir den spanischen Lifestyle sehr nahe gebracht haben, wodurch ich mich schon selbst wie eine Conileña fühle. Die Einwohner sind sehr freundlich und aufgeschlossen, wodurch man sich sehr schnell willkommen und heimisch fühlt.

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Hiermit möchte ich mich bei Casa Andaluza und ganz Conil bedanken. Ich bin hier alleine angekommen, ohne zu wissen, was mich erwartet.  Und zurück fliege ich mit einzigartigen Erfahrungen und Erinnerungen, neuen Freunden, einer 2. Heimat in Spanien und als Conileña im Herzen!

 ¡Muchas gracias por todo!

¡Voy a extrañar Conil, mis amigos, Casa Andaluza, la comida, la lengua, las fiestas, la playa, el mar, el sol y toda la vida que tenía aquí! Seguramente voy a volver!

Sabrina Birlmeier

 

 

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